Von Null auf Hundert in 1,513 Sekunden

Die Autos der Formula Student beschleunigen rasanter als jene der Formel 1. Am schnellsten von allen ist ein Bolide des Akademischen Motorsportvereins Zürichs, der am Mittwoch den Weltrekord holte.

Nina Fuchs zwängt sich ins Cockpit des weiss folierten Rennwagens mit aufgeklebten Sponsoren-Logos, ausladendem Karbon-Frontflügel und schwarz-orange-rotem, hochgezogenem Unterboden. Die zierliche Elektrotechnik-Studentin im feuerfesten Overall steckt das Lenkrad auf die Lenksäule, lässt sich das geschäumte Sitzkissen hinter den Rücken schieben und schaut zu, wie ihre Kollegen vom Akademischen Motorsportverein Zürich (AMZ) mit einem Notebook die Programmierung des Fahrzeugrechners optimieren. Dann ist der Wagen startbereit. Nina setzt den Helm auf, die Männer hieven den samt Pilotin weniger als 200 Kilogramm wiegenden Boliden von den Böcken. Ein rotes Licht blinkt am Überrollbügel, die Pilotin tritt aufs Gaspedal, und das Auto schiesst los über die Piste auf dem Flugplatz Dübendorf.




Ein Rekord fürs Guinness-Buch

Rund 25 Meter weiter und exakt 1,584 Sekunden später erreicht «Grimsel» die Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde: Bereits beim ersten von einem Dutzend Runs an diesem heissen Mittwoch pulverisiert das Vehikel des Zürcher Formula-Student-Teams den im vergangenen Sommer vom Green Team Uni Stuttgart aufgestellten Rekord von 1,779 Sekunden. Die Stuttgarter hatten mit ihrer Bestmarke den ersten Rekord des Schweizer Teams vom Herbst 2014 von 1,785 Sekunden knapp unterboten.

Die weiteren Fahrten fallen noch schneller aus, denn bei diesem ersten Probe-Run waren die Reifen nicht auf die optimale Temperatur von 60 Grad aufgeheizt, und auch gewichtige Teile wie der Heckspoiler und die Seitenkästen waren noch nicht abmontiert. In den beiden schnellsten Versuchen erreicht der Elektro-Renner jeweils die phantastische Zeit von 1,503 Sekunden. Als Spitzenwert der Beschleunigung messen die Jungingenieure 2,25 g, und der höchste Leistungswert der vier Radnabenmotoren liegt bei 141,8 Kilowatt oder 193 PS. Bei voller Leistung des Allradantriebs bringt «Grimsel» 1700 Newtonmeter Drehmoment auf die Piste.

Am Schluss resultiert eine aus den beiden besten aufeinanderfolgenden Läufen kombinierte Weltrekordzeit von 1,513 Sekunden. Diese wird in die nächste Ausgabe des Guinness-Buchs der Rekorde Eingang finden. Damit alles gemäss den strengen Guinness-Regeln ablaufen konnte, mussten die Studenten die Rekordversuche mit einer fix auf einem hohen Stativ montierten Videokamera dokumentieren. Zwei Experten des Fachverbands Electrosuisse und ein Vertreter des Winterthurer Instrumentenherstellers und AMZ-Belieferers Kistler sowie Adrian Omlin, Professor für Leistungselektronik und Antriebe an der Hochschule Luzern, amteten als Gewährspersonen, die auf vorgegebenen Formularen die korrekte Durchführung des Rekordversuchs bestätigen mussten.


Nummer 1 der Welt seit 2013

Die Formula Student ist der weltweit grösste Wettbewerb für Ingenieurstudenten. Es gewinnt nicht zwangsläufig die Equipe mit dem schnellsten Fahrzeug, sondern jene mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion, Fahrleistungen, Finanzplanungen und Marketing. Weltweit fahren mehr als 600 Teams mit; in Europa sind es rund 200. Die Mannschaft von AMZ Racing mit Maschinenbau-Studenten der ETH Zürich sowie Elektronikern der Fachhochschule Luzern und – seit vergangener Saison – der angehenden Elektrotechnikerin Nina Fuchs von der Fachhochschule Nordwestschweiz belegt seit der Saison 2013 permanent den ersten Platz der inoffiziellen Weltrangliste.

«Grimsel» war 2014 mit drei Gesamtsiegen und einem Mittel von 920 von 1000 Punkten der bisher erfolgreichste Bolide des AMZ. Das Fahrzeug für die in wenigen Wochen in Silverstone startende Saison 2016 heisst «Gotthard». Für den Weltrekordversuch in Dübendorf modifizierte das 2014er Team sein damaliges Rekordfahrzeug. Dass der Erfolg allerdings so gross sein würde, verblüfft die jungen Akademiker. «Hätte uns einer vor einer Woche gesagt, dass wir in die Region von 1,5 Sekunden fahren werden, hätten wir ihn ausgelacht und ‹träum weiter!› gesagt», erklärt einer der jungen Techniker. Dass sie am Mittwoch keine Zeit mit einer 4 an der ersten Stelle nach dem Komma erreichten, wurmt sie dann aber doch ein wenig.

Quelle: nzz.ch
Donnerstag, 23. Juni 2016 - 15:46:54 | Col. J.R. Blade    Druckerfreundlich  PDF dieses Newseintrags erstellen  
Windows 10: Refresh-Tool räumt System richtig auf

Microsoft hat im jüngsten Build, derzeit nur im Fast Ring verfügbar, ein Refresh-Tool für Windows 10 bereitgestellt. Das soll Windows 10 neu installieren, wenn man den Wunsch nach zahlreichen Patches und Updates hat. Es ist aber so gründlich, dass auch Bloatware von Komplettsystemanbietern entsorgt wird.

Microsoft hat mit dem jüngsten Build zu Windows 10, 14342 ist derzeit nur als Preview im Insider Program verfügbar, ein Werkzeug integriert, mit dem sich Windows 10 sauber zurücksetzen lässt. Wer also keine komplette Neuinstallation machen möchte, was in der Regel mit aufwendigem Datensichern einhergeht, der kann nun "Refresh Windows" nutzen.



Windows 10 wird damit sauber zurückgesetzt und unnötiger Ballast über Bord geworfen. Das geht so weit, dass auch von Komplettsystemanbietern installierte Bloatware entfernt wird, die normalerweise bei Neuinstallationen über die System Recovery wieder mitinstalliert wird. Microsofts Werkzeug wird damit recht attraktiv, weil es dem Anwender die ganzen Programme erspart, die man in der Regel ohnehin nicht haben will. Zumal Bloatware nachgewiesen auch ein Sicherheitsrisiko ist.

Während der Testphase in der aktuellen Preview gibt es keine Garantie darauf, dass alle persönlichen Daten erhalten bleiben. Das betrifft auch eventuell erworbene digitale Lizenzen wie etwa Apps aus dem Store. Wie immer gilt: Insider Builds sollten nicht auf Produktivsystemen eingesetzt werden. Später einmal wird man Windows 10 so zurücksetzen können, dass auch persönliche Daten erhalten bleiben. Darüber hinaus wird aber alles aufgeräumt. Bedeutet im Klartext: Außer Windows 10 und eventuellen persönlichen Daten ist am Ende nichts mehr installiert - auch kein Office. Auf Notebooks kann das unter Umständen etwas mühselig werden, denn die vorinstallierte Software muss im Zweifel manuell nachinstalliert werden. Das gilt auch für Treiber von möglicherweise exotischer Hardware oder geänderten PCI-Signaturen.

Wer das Werkzeug testen will, muss sich im Insider Program anmelden und in den Fast Ring wechseln (auch als Einzeldownload verfügbar). Andernfalls kann man sich auch bis zum regulären Release gedulden, der wohl spätestens mit dem kommenden großen Update sein wird, das noch im Sommer erscheinen soll. Einen exakten Termin für das sogenannte Anniversary-Update gibt es bisher nicht.

Haupteinsatzzweck für Microsofts Refresh Tool ist aber sicher, dass man das derzeit doch regelmäßig aktualisierte Windows 10 bei neuen Builds komplett aufräumen kann. Dieser Wunsch ist bei vielen Anwendern vorhanden und aus der Erfahrung weiß man, dass Windows mit der Zeit nicht schneller, wenn die zahlreichen Patches und Updates nach und nach eingespielt werden.

Quelle: pcgameshardware.de
Mittwoch, 22. Juni 2016 - 10:08:37 | Col. J.R. Blade    Druckerfreundlich  PDF dieses Newseintrags erstellen  
Mercedes: Aus dem virtuellen ins echte DTM-Cockpit

Talentierten Online-Rennspielern winkt in der DTM-Saison 2016 die Chance auf eine Teilnahme an einem Event der AMG Driving Academy.

Die DTM-Saison 2016 hält für alle rennspielbegeisterten DTM-Fans eine ganz besondere Überraschung parat: Die neue Mercedes-AMG Online Race Competition setzt talentierte Rennspieler in ein echtes Cockpit!



Mit dem Beginn der neuen Saison in Hockenheim (06.-08. Mai) fällt auch der Startschuss für eine neue Online-Meisterschaft. Den besten Spielern winkt nicht nur eine Teilnahme am virtuellen-Finale gegen die acht Mercedes-AMG DTM-Fahrer, sondern auch die Teilnahme an einer Veranstaltung der AMG Driving Academy.

Die ersten Kilometer auf dem Weg zur Erfüllung des ultimativen Traums, in ein echtes Cockpit steigen zu dürfen, legen die Teilnehmer (mind. 18 Jahre, im Besitz eines gültigen Führerscheins der Klasse ab sofort auf dem virtuellen Asphalt zurück. In der Mercedes-AMG Online Race Competition treten die Spieler im Mercedes-AMG C 63 DTM auf den acht Original-Rennstrecken der DTM-Saison 2016 an.

Jeweils am Montag vor dem Rennwochenende wird die kommende Strecke in der Simulation freigeschaltet. Danach bleibt sie weiterhin spielbar, sodass auch ein späterer Einstieg in den Wettbewerb möglich ist. Jede der Strecken wird von einem der Mercedes-AMG DTM-Fahrer vorgestellt. Am Freitag jedes Rennwochenendes nimmt zudem einer der acht Piloten im Simulator Platz, um eine Referenz-Zeit für die Spieler zu setzen.

Die erfolgreichsten vier Starterinnen und die erfolgreichsten vier Starter des Online-Wettbewerbs dürfen sich im Rahmen des DTM-Saisonfinales in Hockenheim (14.-16. Oktober) im entscheidenden Finalrennen mit den acht Mercedes-AMG DTM-Fahrern messen. Zudem findet dort ein eintägiger Fitnesstest statt, der gemeinsam mit dem Finalrennen zu gleichen Teilen gewertet wird. Die besten zwei Fahrerinnen und die besten zwei Fahrer aus Finalrennen & Fitnesstest gewinnen die Teilnahme an einem Event der AMG Driving Academy.

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM-Teamchef: Jeder Spieler von Rennsimulationen hat sicher schon einmal die Augen geschlossen und sich vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn er nicht zuhause vor dem Bildschirm, sondern in einem echten Cockpit sitzen würde. Mit der Mercedes-AMG Online Race Competition bieten wir rennspielbegeisterten Fans die Chance, an einem Event der AMG Driving Academy teilzunehmen. Der Weg dorthin ist nicht leicht, aber für den Sieger lohnt es sich ganz gewiss! Und bis dahin bietet die neue Online-Meisterschaft samt der virtuellen Zeitenjagd gegen unsere DTM-Piloten jede Menge Spaß und Spannung.


So funktioniert die Mercedes-AMG Online Race Competition

• Online-Meisterschaft parallel zur DTM-Saison 2016 mit allen acht Rennstrecken

• Teilnehmer treten im Mercedes-AMG C 63 DTM an

• Am Montag vor dem Rennwochenende wird die Teilnahme auf der jeweiligen Rennstrecke (zusätzlich zu den vorherigen Kursen) freigeschaltet

• Am Freitag des Rennwochenendes tritt einer der acht Mercedes-AMG DTM-Fahrer im Simulator an und setzt eine Referenzzeit

• Die Gesamtwertung und die besten Rundenzeiten je Rennstrecke sind unter mercedes.me/onlineracecompetition einzusehen

• Die erfolgreichsten vier Fahrerinnen & vier Fahrer der Online-Meisterschaft werden zum letzten DTM-Rennwochenende nach Hockenheim eingeladen, um dort im Online-Finale gegen die acht Mercedes-AMG DTM-Piloten anzutreten

• Die besten zwei Fahrerinnen & die besten zwei Fahrer des Finalrennens sowie eines eintägigen Fitnesstests nehmen an einem Event der AMG Driving Academy teil


Link: Mercedes Race Hub

Game: RaceRoom Racing Experience

Quelle: speedweek.com
Donnerstag, 12. Mai 2016 - 10:28:11 | Col. J.R. Blade    Druckerfreundlich  PDF dieses Newseintrags erstellen  
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Wenn der Riverbus eine große Welle macht Col. J.R. Blade @ (18. Mär. 2016 - 13:42) (Allgemeines)
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